Eine Stimme für jeden

Mit anderen Personen in Kontakt zu treten, Nähe und Erlebnisse auszutauschen, ist ein menschliches Grundbedürfnis und ein wesentliches Instrument für Selbstbestimmung. Doch nicht jeder Mensch kann sich über die herkömmliche Lautsprache verständigen.

Besonders für Menschen aus dem autistischen Spektrum kann das Sprechen mit großen Hürden verbunden sein: Während manche Betroffene gar keine Lautsprache nutzen, fällt es anderen in bestimmten Situationen, bei Reizüberflutung oder Stress extrem schwer, sich mündlich auszudrücken – selbst wenn sie die Worte im Kopf haben. Um zu verhindern, dass diese Menschen vom gesellschaftlichen und sozialen Leben ausgeschlossen werden, greift hier die sogenannte „Unterstützte Kommunikation“ (UK).

Was bedeutet Unterstützte Kommunikation?

Menschen, die nicht oder nur sehr eingeschränkt sprechen können, sind darauf angewiesen, sich über alternative Kanäle auszudrücken. Neben körpereigenen Formen wie Mimik, Gestik oder Gebärden spielen hierbei vor allem körperfremde Hilfsmittel eine entscheidende Rolle. Das Spektrum reicht von einfachen Fotokarten und visuellen Symbol-Tafeln bis hin zu modernen elektronischen Geräten.

Das Ziel der Unterstützten Kommunikation ist es, Betroffenen zu ermöglichen, Handlungen zu fordern, Fragen zu stellen, Gefühle zu äußern oder einfach aus ihrem Alltag zu berichten. Experten betonen, wie wichtig es ist, bereits in jungen Jahren mit diesen Hilfsmitteln zu beginnen, um Frustrationen zu vermeiden und das Selbstbewusstsein nachhaltig zu stärken.

Die Möglichkeiten zur Verständigung sind vielfältig und müssen individuell angepasst werden. Deshalb war es uns ein Anliegen, nicht nur einzelne technische Geräte, sondern ein breites Spektrum an Hilfsmitteln zu fördern.

Dazu gehört der Einsatz von elektronischen Geräten – wie speziellen Tastern, Sprachausgabegeräten (sogenannten Talkern) oder Tablets mit Kommunikations-Software –, aber ebenso die Anschaffung von strukturierten Piktogrammen, Bildkarten und visuellen Hilfen für den Alltag.

„Da die Beschaffung dieser spezialisierten Materialien und Technik oft mit großen finanziellen Hürden für Familien oder Einrichtungen verbunden ist, hat die Käthe & Theo Köntges Stiftung die Mittel zur Verfügung gestellt, um diese wichtigen Anschaffungen zu ermöglichen. Mit dieser Unterstützung möchten wir dazu beitragen, individuelle kommunikative Barrieren abzubauen, Betroffene für ihr Umfeld besser verständlich zu machen und ihnen eine echte, selbstbestimmte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu schenken.“

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